Gaucho-Power - echt wahr - 03. November 2006

Die „Jazzzeit Wien” schwärmte bereits 2003: „Ein Rütteln an allen Wurzeln, ein Ansturm von allen Wellen. Sympathisch und unheimlich. Einfach unheimlich sympathisch.” Die Rede ist von Renato Borghetti und seiner südamerikanischen Combo, die heute Abend im „Kurhaus” für Gaucho-Power vom Feinsten sorgen wird. Jippie!

Borghetti kommt vom südbrasilianischen Rio Grande do Sul, der Heimat der Gauchos, der südamerikanischen Cowboys, die musikalisch eher mit dem benachbarten Argentinien teilen und unverwechselbare Formen wie zum Beispiel den Chamamé, den Chacarera oder auch die Milonga hervorgebracht haben. Seine frontale, von Souveränität und Spielwitz geprägte Darbietung erinnert etwas an das Feeling des Cajun und Zydeco Louisianas, und wie dort verbindet sich auch da Europäisches mit Afrikanischem, ganz konkret: spanisch-italienische Melodik mit afro-amerikanischer Rhythmik, und auch Tango, Samba und Jazz klingen mit an. Trotz aller individuellen und innovativen Experimente bleibt Borghetti durch und durch Gaucho mit langem Haar, Schlapphut und weiten Hosen. Und: Er kann reiten!


Renato Borghetti


Gespielt wird in dieser Besetzung: Renato Borghetti am Knopfakkordeon, der „gaita ponto”, Daniel Sá an der Gitarre, Victor Peixoto, Piano, und Pedro Figueiredo, Saxophon und Flöte.


Das außergewöhnliche Konzert beginnt um 20 Uhr und Tickets gibt's für stolze 25,50 € auf allen Plätzen. Gute Unterhaltung!