Mozarts Welt - 16. Mai 2006

Heute wird eine große Ausstellung um Mozartkult und Mozartrezeption eröffnet. Diese Schau beleuchtet all die facettenreichen Aspekte um die Person Mozart, der schon zu Lebzeiten des Komponisten begann und durch den Ehrgeiz seines Vaters Leopold initiiert wurde. Zu sehen ist das Ganze im Schaezlerpalais bis einschließlich 28. Januar 2007.

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Den Auftakt macht Vater Leopolds Lehrwerk „Versuch einer gründlichen Violinenschule”, das vor genau 250 Jahren zum ersten Mal in Augsburg erschien. Hier wird deutlich, von welchen Grundlagen Leopold bei den Reisen und der Ausbildung Wolfgangs ausging. Diese führen zu einem Mozart-Klischee, das den Sohn bis heute zu einem „von Menschen gemachten Gott” verklärt.


Weiter zeichnet die Schau im Schaezlerpalais Wolfgang Gottlieb („Amadeus”) Mozarts große Bildungs- und Konzertreise, die ihn mitsamt Familie 1763 bis 1766 in die großen Metropolen führte, anhand von Graphiken, Reisebeschreibungen und reichlich bibliophilen Kostbarkeiten nach. Autographen von Mozarts Hand sowie seltene Erst- und Frühdrucke stellt ein weiterer Teil der Ausstellung vor, gefolgt von einer Abteilung, in der die Wirkungsgeschichte seines vielleicht populärsten Bühnenwerks, der „Zauberflöte”, nachgezeichnet wird.


Das Ohr von Mozart


Einen Höhepunkt bilden die Bühnenbildentwürfe Karl Friedrich Schinkels und der berühmte Zauberflötenzyklus Max Slevogts. Am Ende widmet sich die Ausstellung in Form von echten und falschen Porträts dem künstlerischen Mozart-Bild, das bis heute unsere Vorstellung von ihm bestimmt. Innerhalb dieser Ausstellung wird außerdem bis zum 28. Mai Leopold Mozarts Violine (entstanden um 1770) aus der Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien erstmals in seiner Geburtsstadt Augsburg präsentiert.


Die sehenswerte Ausstellung ist am Dienstag von 10 bis 21 Uhr, von Mittwoch bis Samstag von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Am 28. Mai kann man die Geige Leopolds auch noch bis 21 Uhr bestaunen. Der Eintritt kostet für Erwachsene sieben Euro (ermäßigt 5,50 Euro) und er beinhaltet den Besuch der Deutschen Barockgalerie, des Rokokofestsaals, der Staatsgalerie Alte Meister in der Katharinenkirche und der Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung. Also, es lohnt sich!