Preismonitor ab sofort im Netz - 27. Juli 2006

Wie wirkt sich denn eigentlich die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf die Verbraucherpreise hierzulande aus? Damit's nicht bei bloßer Spekulation bleibt, hat das Statistische Bundesamt jetzt ein Supertool ins Netz gestellt. Beobachten Sie die Preisentwicklung für häufig gekaufte Produkte auf dem „Preismonitor” - erschreckend.

Verbraucher können sich damit von nun an im „www” in Grafiken über die Preisentwicklung ausgewählter Waren und Dienstleistungen informieren, die von deutschen Haushalten häufig gekauft werden. Die Auswahl der Güterarten hat das Statistische Bundesamt zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentrale vorgenommen. Dieser „Preismonitor” wird bis Mitte 2007 ständig aktualisiert und fortgeschrieben. Die Daten des „Preismonitor” beziehen sich immer auf den Monat Juni 2006. In diesen Grafiken ist angegeben, um wie viel Prozent Preise im jeweiligen Monat höher oder niedriger liegen als im Bezugsmonat Juni 2006.


Beispiel (l.): Ein Wert von -13% im Juni 2000 bedeutet, dass die Preise für Brötchen im Juni 2000 durchschnittlich um 13% niedriger lagen, als im Bezugsmonat Juni 2006.

Beispiel (l.): Ein Wert von -13% im Juni 2000 bedeutet, dass die Preise für Brötchen im Juni 2000 durchschnittlich um 13% niedriger lagen, als im Bezugsmonat Juni 2006.


Wegen der Diskussion über Preiswirkungen der für 2007 avisierten Mehrwertsteuererhöhung gehen im Statistischen Bundesamt viele Anfragen zu der Preisentwicklung bei Konsumgütern ein. Mit dem neuen „Preismonitor” können sich Verbraucher im Internet einen Einblick in die Preisentwicklung bei einigen beispielhaft ausgewählten Gütern verschaffen. Bei der Auswahl wurde berücksichtigt, dass im Zentrum der Diskussion oft die häufig gekauften Waren und Dienstleistungen stehen, auch wenn auf die Güter nur ein kleiner Teil der Konsumausgaben der Haushalte entfällt.


Der Preismonitor gibt keinerlei Aufschluss darüber, ob eine Preiserhöhung bei einer Güterart tatsächlich auf die Steueranhebung zurückzuführen ist oder ob sie auf anderen Ursachen beruht. Die Frage, ob eine Preiserhöhung bei einer bestimmten Güterart durch die Erhöhung verursacht wurde, kann von den Statistikern nicht beantwortet werden. Diese Preisstatistik kann aber zuverlässige Daten zur Preisentwicklung der in Deutschland gekauften Waren und Dienstleistungen liefern und damit zur Versachlichung der Diskussion beitragen.


Daten der amtlichen Preisstatistik beruhen auf Preisbeobachtungen, die von Preiserhebern Monat für Monat in 40.000 Geschäften und Dienstleistungsbetrieben aus 188 Gemeinden im Land durchgeführt werden. Mengen- oder Qualitätsänderungen werden bei dieser Messung berücksichtigt. Verringert zum Beispiel ein Anbieter die Verpackungsgröße eines Produktes bei gleich bleibendem Preis, so wird dies in der Preisstatistik als Preiserhöhung verbucht.


Weitere Infos zur Erhebung der Verbraucherpreise und zur allgemeinen Preisentwicklung in Deutschland gibt's auch in der Broschüre „Im Blickpunkt: Preise in Deutschland 2006”, die im Internet kostenlos herunter geladen werden kann.