Expedition Bismarck - 11. November 2006

Im Mai 1941 wird das deutsche Schlachtschiff „Bismarck”, seinerzeit eines der modernsten Kriegsschiffe der Welt, von der britischen Marine versenkt. 1989 wird das Wrack vor Brest entdeckt. James Cameron hat sich mit Mini-U-Booten und unterseetauglichen Kameras auf Entdeckungstour begeben und ARTE zeigt's heute exklusiv - spannend.

Cameron, Autor des Kassenschlagers „Titanic”, erzählt in einer spannenden Dokumentation das Schicksal des Schlachtschiffs, das der ganze Stolz Hitlers und seiner Kriegsmarine war. Das Wrack wurde 1989 von Robert D. Ballard in 4.800 Meter Tiefe vor Brest entdeckt, aber erst Cameron hat sich 2002 mit einem kleinen U-Boot und unterseetauglichen Kameras an die detaillierte Erkundung gemacht.


Bismarck


Im Mai 1941 bricht die „Bismarck” in den Atlantik auf, um den auf dem Weg nach England befindlichen alliierten Konvois den Weg abzuschneiden. Mit 30 Zentimeter dicken Wänden und ihren acht Kanonenrohren, die Geschosse mit dem Gewicht von bis zu einer Tonne 25 Kilometer weit befördern können, ist sie das modernste Kriegsschiff ihrer Zeit. Am 24. Mai setzt es südlich von Island die „HMS Hood”, das Schmuckstück der britischen Seeflotte, mit einem einzigen Geschoss außer Gefecht. 1.415 britische Marinesoldaten kommen um, drei überleben.


„Versenkt die Bismarck!” lautet daraufhin Churchills Schlachtruf. Die Briten beschießen das Schiff mit Torpedos, einer zerstört das Ruder und macht die „Bismarck” manövrierunfähig. Am 27. Mai wird es von sechs britischen Schiffen umzingelt. Es bedarf 2.876 Granaten und dreier Torpedos, um den 50.000-Tonner zu versenken. Von ihren ca. 2.200 Mann Besatzung überleben 110. Cameron selbst hat sich mit zwei Mini-U-Booten, die bis zu 5.000 Meter tief tauchen können, und zwei Kamera-Robotern vor Ort begeben. Die Kameras von der Größe eines Fernsehapparats werden über Fernsteuerung vom U-Boot aus betrieben und erkunden das Innere des Wracks. ARTE zeigt überraschende und unheimliche Bilder aus dem Inneren dieses Kriegsriesen!


Diese packende Dokumentation sollte man sich nicht entgehen lassen. Film ab: 20.40 Uhr.