Afrika heißt mehr als Hunger und Elend - 17. November 2006

Ab heute steigen in Augsburg wieder einmal die Afrikanischen Wochen - zum inzwischen 18. Mal. Bis Ende November gibt's wieder haufenweise Vorträge, Musik, Lesungen, Workshops und Filme vom schwarzen Kontinent, Schwerpunkt Senegal. Das Eröffnungsfest steigt heute im Moritzsaal - wie immer mit buntem PC-Programm.

Die Gruppe „Djeliya” (München/Senegal) spielt auf, der Augsburger Thomas Uhlig zeigt auch seinen Film „Herr Abdoulaye” über einen Deutschlehrer im Senegal und gibt dabei lustige und interessante Einblicke in dieses Land.


Unter dem Titel „Mut trifft Ablehnung” berichtet Rüdiger Maack, Redakteur beim Hessischen Rundfunk, am Montag um 19.30 Uhr im Haus St. Ulrich von jungen Afrikanern auf dem Weg nach Europa, fragt nach Beweggründen und Perspektiven - und nach der Verantwortung Europas. Er begleitete Flüchtlingstrecks, berichtete für mehrere Rundfunksender und kann aus erster Hand zu diesem brandaktuellen Thema von der Situation vor Ort berichten. Mit Sicherheit erwartet die Besucher ein spannender wie dramatischer Report. Nicht verpassen!


SAF SAP


Am Mittwoch berichtet im Zeughaus Josefine Anderer-Hirt, Agrar-Ingenieurin und Betreuerin der langjährigen Projektpartnerschaft mit Senegal, von einem beispielhaften Projekt für nachhaltige Entwicklungspolitik in Senegal, das von der Katholischen Landvolkbewegung in der Diözese Augsburg gecoacht wird („Mit Satellitentechnik gegen die Landflucht”). Antje Bartelsmeier, ehemalige Entwicklungshelferin, gibt am 27. November, 19.30 Uhr, im Büro der Werkstatt Solidarische Welt, unter dem Titel „Leben heißt Wandern” Einblick ins Leben von Hirtennomaden im Sahel. 2006 ist von der UN nämlich zum „Jahr der Wüste” deklariert worden.


Es gibt natürlich auch wieder Filme in der Schauburg: „Moi et mon blanc” (eine vergnügliche Komödie über das Überleben in der Multikukulti-Gesellschaft) und „Mooladé” (ein Spielfilm zum Thema Beschneidung von jungen Frauen).


Zum Abschluss dieser „18. Afrikanischen Wochen” spielt dann am 30. November „SAF SAP” aus Berlin/Senegal im „Spectrum”. Wer sie vor einigen Jahren schon mal in Augsburg erlebt hat, weiß, dass ihn ein gewaltiges Feuerwerk - gespielt v.a. auf traditionellen Instrumenten wie Sabar, Saorouba, Tama, Bougarabou und Djembé, aus Gesang und Tänzen erwartet.


Daneben sind wie immer Musik- und Tanzworkshops geboten, eine Afrikanische Nacht in der Moritzkirche und die 3. Augsburger Djembe-Nacht.


Afrika - mehr als Hunger und Elend.