Leopold, der bekannte Unbekannte - 17. November 2006

Als Vater seines Sohnes, und mehr noch als unfreiwilliger Biograph von Wolfgang Amadé, ist Leopold Mozart allen Musikliebhabern vertraut und wegen seiner Rolle als Erzieher manchen sogar verdächtig. Von seinen eigenen Werken haben sie jedoch wenig gehört. Doch damit macht Professor Manfred Hermann Schmid heute Schluss.

Der Ordinarius für Musikwissenschaft an der altehrwürdigen Tübinger Universität wird heute nicht nur aus Briefen des großen Augsburger Sohns zitieren, sondern sich überhaupt diesem Leopold in seinem fundierten Vortrag nähern. Von seinen eigenen Werken hat man ja meist wenig gehört. Sehr große Verdienste hat sich Leopold Mozart aber nicht bloß als Komponist erworben - und zwar in einer seltenen Gattungsvielfalt als Komponist von kosmopolitischem Horizont - sondern auch als Kapellmeister mit organisatorischen Aufgaben und vor allem als Pädagoge. Nicht vergessen sei, dass er in seinen Briefen Texte hinterlassen hat, welche zu unvergänglichen Zeugnissen deutscher Sprachgeschichte zählen.


Mozartstadt Augsburg


Professor Schmid und seinen Vortrag „Leopold Mozart, der bekannte Unbekannte” sollten sich Kenner nicht entgehen lassen. Los geht's um 19.15 Uhr im Mozarthaus.