Südafrikanischer Wein boomt - 20. November 2006

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Weinimporte nach Deutschland 2005 knapp unter dem Niveau von 2004. Im vergangenen Jahr wurden nach den endgültigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik 1,2 Milliarden Liter Wein im Wert von 1,5 Milliarden Euro eingeführt. Als wichtigste Einfuhrländer gelten nach wie vor Italien und Frankreich.

Die Importe aus 2004 wurden um 13 Millionen Liter (minus 1,1 Prozent), der Einfuhrwert damit um ca. 18 Millionen Euro (minus 1,2 Prozent) verfehlt. Wichtigste Herkunftsländer der Weine waren im Jahr 2005 Italien (463 Millionen Liter im Wert von 516 Millionen Euro), das damit die Einfuhrmenge gegenüber dem Vorjahr um 13,3 Prozent steigern konnte, gefolgt von Frankreich (212 Millionen Liter im Wert von 380 Millionen Euro; minus 5,8 Prozent) sowie Spanien (180 Millionen Liter im Wert von 185 Millionen Euro; minus 23,3 Prozent).


Großer Beliebtheit erfreuen sich auch weiterhin die außereuropäischen Weine. 2005 wurden 57 Millionen Liter Wein im Wert von ca. 75 Millionen Euro aus Chile importiert. Aus den USA kamen 45 Millionen Liter für 60 Millionen Euro, Australien 40 Millionen Liter für 69 Millionen Euro und aus Südafrika 37 Millionen Liter für 59 Millionen Euro. Während chilenische Weine (minus 8,8 Prozent bei der Einfuhrmenge) und Weine aus den Vereinigten Staaten (minus 6,4 Prozent) Rückgänge zu verzeichnen hatten, wurden südafrikanische (plus 54,3 Prozent) und australische Weine (plus 26,2 Prozent) stärker nachgefragt.


Bei Weinausfuhren aus Deutschland gab's sowohl bei der Menge als auch beim Warenwert Steigerungen. Mit insgesamt 274 Millionen Litern Wein wurden 2005 gegenüber dem Vorjahr 11 Millionen Liter (plus 4,1 Prozent) mehr ausgeführt. Der Gesamtwert lag mit 503 Millionen Euro um 51 Millionen Euro (plus 11,3 Prozent) höher als 2004. Die Weine waren in der Hauptsache für Großbritannien (92 Millionen Liter; 133 Millionen Euro), die Niederlande (43 Millionen Liter; 65 Millionen Euro), die Vereinigten Staaten (25 Millionen Liter; 78 Millionen Euro) und Schweden (19 Millionen Liter; 23 Millionen Euro) bestimmt.